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Erkrankungen am Knie

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Meniskusverletzungen+

Verletzungen des Meniskus treten vor allem bei Drehbewegungen des belasteten Kniegelenkes auf, wie zum Beispiel bei schnellen Richtungswechseln (Fußball, Skifahren, Tennis, Squash etc.) oder Stürzen. Bei diesen Bewegungen sind die Menisken sehr hohen Druck- und Scherbelastungen ausgesetzt, die Belastung wird zu groß – der Meniskus reißt. Allein in Europa werden circa 400.000 Meniskusverletzungen /Jahr behandelt.

Abhängig vom Schweregrad der Verletzung können verschiedene Risstypen unterschieden werden: Längsrisse, Radiärrisse, oder Lappenrisse. Bei nachgewiesenen Meniskusrissen kommt die Gelenkspiegelung (Arthroskopie) zum Einsatz. Die Therapie besteht darin, das defekte Gewebe mit Spezialinstrumenten zu entfernen, um wieder eine glatte Oberfläche des Meniskus zu schaffen.

Der Vorteil der arthroskopischen Technik besteht darin, dass nur krankhaft verändertes Gewebe reseziert wird, alle unversehrten Anteile werden im Gelenk belassen.

Unter bestimmten sehr seltenen Voraussetzungen ist es möglich, einen basisnah abgerissenen Meniskusanteil wieder anzunähen bzw. zu refixieren.

Was macht eigentlich der Meniskus?

Die Menisken sind sichelförmige Scheiben aus Faserknorpel, die sich im Kniegelenk zwischen Oberschenkel und Unterschenkel befinden. In einem gesunden Knie gibt es einen Innen- und einen Außenmeniskus. Die Menisken vergrößern die Kontaktfläche zwischen Ober- und Unterschenkelende, und reduzieren somit den Kontaktdruck der beiden knorpeligen Gelenkoberflächen. Ferner federn sie Stöße ab, stabilisieren das Kniegelenk. Die Bedeutung der Menisken für die Funktion des Kniegelenks ist heute unbestritten. Deshalb spielt die Behandlung von Meniskusverletzungen eine wichtige Rolle für den Erhalt der Kniegelenkfunktion.

Kreuzbandverletzung+

Das vordere Kreuzband ist der zentrale Stabilisator des Kniegelenkes. Ohne Kreuzband kann das Knie nur in gewissen Grenzen muskulär stabilisiert und im Alltag eingesetzt werden. Das Kniegelenk ist allerdings nur sehr eingeschränkt sportfähig.

Ein Grundvoraussetzung hierfür ist eine sehr gute Beinmuskulatur. Die Entscheidung, ob eine operative oder eine konservative Behandlung einer Kreuzbandverletzung zu bevorzugen ist, muss mit den Patienten im Einzelfall abgeklärt werden. Subjektive Faktoren wie Aktivität des Patienten, Alter, Ansprüche an die postoperative Belastungsfähigkeit sind entscheidend für die das therapeutische Vorgehen. Operativ werden Sehnenersatzplastiken verwandt z.B. Patellarsehne, Semitendinosussehne, Gracilis-sehne, Quadricepssehne).

Kniegelenksarthrose+

Verschleiß des Gelenkknorpels am Kniegelenk

Die Ursache für einen Gelenkknorpelverschleiß ist häufig eine Beinachsenfehlstellung. So belasten zum Beispiel X- oder O-Beine die Kniegelenke einseitig. Aber auch Unfälle mit Knochenbrüchen im Gelenk und daraus resultierende Unebenheiten der Gelenkflächen, sowie Instabilitäten sind Ursachen für einen Verschleiß. Sind ein oder mehrere Teile des Knies beschädigt, leidet die Beweglichkeit darunter. Im Laufe der Zeit bekommt der Knorpel Risse und nützt sich immer mehr ab. Die Gelenkknochen schlussendlich reiben aufeinander. Das Kniegelenk verformt und entzündet sich. Als Folgen entstehen starke Schmerzen, die mit einer zunehmenden Einschränkung der Bewegungsfreiheit einhergehen. Das Vollbild der Arthrose ist erreicht und der Leidensdruck mehr oder weniger stark.

Röntgenaufnahmen bringen Gewissheit

Eine sehr wichtige Untersuchung zur Diagnose von Gelenkveränderungen ist das Röntgenbild. Der Orthopäde sieht typische Veränderungen wie eine Verschmälerung des betroffenen Gelenkspaltes (s.o.) als Ausdruck der verminderten Knorpelschicht. Sind zusätzliche Informationen bspw. über die Meniskusbeschaffenheit und den Grad der Knorpelschäden erwünscht, dann wird eine Kernspintomographie (Magnetresonanz – MR) durchgeführt.

Therapiemöglichkeiten

Es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten, die die Knorpel- oder Knochenschäden nicht beseitigen, aber die Operation heraus zögern können. Dazu stehen uns konservative Therapiemöglichkeiten wie

  • Injektionen mit Hyaluronsäure:
    Wiederholte Spritzen von Hyaluronsäure lindern die Schmerzen bei Arthrose und machen die Gelenke beweglicher. Die Arthrose selbst kann nicht gebessert werden, lediglich die Erträglichkeit des Schmerzzustandes. Hyaluronsäure wird von Knorpelzellen und der Gelenkinnenhaut produziert und wirkt unter dem Einfluss von Scherkräften wie ein Schmiermittel. Im Knorpel sorgt diese Biopolymer für Flexibilität und Stabilität. In der Gelenkschleimhaut wirkt es wie ein Sieb, das Entzündungszellen zurückhält. Und nicht zuletzt tragen die Schmerzrezeptoren im Gelenk eine Deckschicht aus Hyaluronsäure, was sie somit unempfindlich macht. Bei Arthrose sinkt die Konzentration der Hyaluronsäure. Deshalb macht es Sinn einem arthrotischen Gelenk Hyaluronsäure von außen zuzuführen, um so die Puffer- und Filterfunktion der Gelenkschmiere wiederherzustellen. Hyaluronsäure. Für eines der großen Gelenke (Knie, Schulter) benötigt man gewöhnlich das Volumen von 5 Injektionen um eine geeignete Wirkung zu erzielen. Diese „Spritzenkur“ wird von den allgemeinen Krankenkassen nicht bezahlt und ist bis eine Selbstzahlerleistung.
  • Injektionen mit autologem Plasma (ACP)
  • Eigenbluttherapie mit Serum (erhöhter Gehalt an Wachstumsfaktoren)
  • Akupunktur
  • Kinesio-Taping
  • Bandagenversorgung
  • Einlagenversorgung
  • Physiotherapie :
    Soweit die Schmerzen es zulassen, kann gezielte Krankengymnastik empfohlen werden, die der Kräftigung der Muskulatur und der Beweglichkeit dient. Besonders empfehlenswert sind Schwimmen und Fahrradfahren, da hier die schmerzhafte Gewichtsbelastung und Stoßbelastung in eine runde Bewegung überführt wird, die den Druck im Kniegelenk besser verteilt.

zur Verfügung.

Künstliches Kniegelenk+

Wenn die Schmerzen und die Behinderung im Kniegelenk immer mehr zunehmen und die o.g. konservativen Behandlungsmethoden ausgeschöpft sind und der Leidensdruck sehr groß ist, wird Ihnen voraussichtlich zur Operation geraten. Bei geringgradig ausgeprägtem Gelenkverschleiß kann in Einzelfällen auch durch eine Arthroskopie (=Kniespiegelung) das Kniegelenk “gesäubert” werden. Im Anschluss empfiehlt es sich, dass wieder eine synthetisch hergestellte „Gelenkschmiere“ (Hyaluronsäure s.o.) in das betroffene Gelenk gespritzt wird. Scheitert auch dieser “kleine operative Therapieversuch” dann wir Ihnen Ihr Arzt möglicherweise einen größeren Eingriff empfehlen: Bei einem einseitig abgeriebenen Gelenk mit einer Achsenfehlstellung kann – auch heutzutage noch – vorwiegend bei jüngeren Patienten eine Beinachsenkorrektur (Umstellungsosteotomie) durchgeführt werden. Ihr Orthopäde wird Ihnen detailliert die Vor – und Nachteile eines solchen Eingriffes erläutern. Ist das Gelenk stärker zerstört so kommt nur noch der nächst größere operative Eingriff zum Tragen.

In Abhängigkeit von Ausmaß und Lokalisation des Arthrosegrades werden verschiedene Knieprothesen implantiert. Grundsätzlich gilt auch hier der Grundsatz, nur die verschlissenen Gelenkanteile zu ersetzen.

Folgende Prothesenmodelle stehen zur Verfügung:

Bikondylärer Oberflächenersatz
Knie TEP (Totalendoprothese)

Die arthrotisch veränderten Gelenkanteile an Ober- und Unterschenkel auf Innen- als auch Außenseite, teilweise auch die Rückfläche der Kniescheibe, werden entfernt und durch einen künstlichen Gelenkanteil, welcher aus Metall besteht, ersetzt. Die beiden Metallkomponenten (meist aus Titan oder Kobalt-Chrom-Legierung) werden über ein Kunststoffinlay (Polyethylen) auf Distanz gehalten.

Die Standzeiten dieser Prothesen sind sehr gut. Die 10-Jahres-Überlebensrate wird in der Literatur mit 90- 95% beschrieben.

In Deutschland werden jedes Jahr über 150.000 künstliche Kniegelenke implantiert.

Unikondylärer Oberflächenersatz
Schlittenprothese

Bei einer Schlittenprothese wird nur ein Teil d.h. das innere oder äußere Gelenkkompartiment des Kniegelenkes ersetzt.

Der Eingriff ist weniger invasiv, so dass alle Kniegelenksbänder (Kreuzbänder und Seitenbänder) erhalten werden und damit der Bewegungsablauf des Gelenks kaum verändert wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich postoperativ weniger Komplikationen zeigen. Jedoch sind die Standzeiten einer Schlittenprothese schlechter als die einer Knie-TEP.